Wenn man mit Geisteswissenschaftlern gleich welcher Fachrichtung ein Streitgespräch führt und bei irgendeiner Gelegenheit sich zu der Bemerkung hinreissen lässt, dass etwas einfach nicht wahr sei oder im Gegenteil etwas der Wahrheit entspreche, dann kann es gut sein, dass das Gegenüber eine Augenbraue hochzieht und mit süffisantem Lächeln und sarkastischem Unterton fragt: «Wahrheit? Nanu, was ist denn das?»
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Der Hütchenspieler von New York
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani will für seine Stadt ein bisschen Sozialismus wagen, schliesslich sind die Lebenshaltungskosten dort enorm und wer könnte so herzlos und gegen ein wenig Umverteilung sein, wenn es darum geht, den Bedürftigen zu helfen? In Wahrheit wird freilich niemandem geholfen.
Um die freiheitlich-demokratische Grundordnung stärker vor Antisemitismus im öffentlichen Raum zu schützen, soll das Strafrecht verschärft werden. Tatsächlich ist die Formulierung des neuen Straftatbestandes klug gewählt, die Begründung fällt aber durchaus widersprüchlich aus.
Iran nach dem Krieg
Als der exilierte Oppositionsführer Reza Pahlavi, von den Iranern nur «Schahzadeh» (Kronprinz) genannt, vergangenes Jahr dafür warb, dass der Westen mit gezielten Schlägen die terroristische Infrastruktur Irans schwäche, damit die Bevölkerung das Regime stürzen könne, da schloss er Bodentruppen kategorisch aus. Bodentruppen, sagte er, seien die Iraner selbst.
Tulsi Gabbard ist eine schillernde Persönlichkeit, um nicht zu sagen: Ein Irrwisch. Die heutige Geheimdienstkoordinatorin der USA war noch bis vor vier Jahren Mitglied der Demokratischen Partei, bevor sie die Seiten wechselte und Anhänger von Präsident Trump wurde. Gabbard, die seit langem eine Antikriegsrhetorik pflegt, wird oft vorgeworfen, russische Propaganda zu verbreiten.
Putins Untergang und die Folgen
Der russische Präsident Vladimir Putin kann den Krieg ohne Gesichtsverlust nicht beenden, doch gewinnen kann er ihn auch nicht. Sein eigener Untergang scheint damit besiegelt. Die Frage ist, wie viel die Ukrainer bis dahin noch werden erleiden müssen und wie viele Russen noch als Kanonenfutter auf dem Schlachtfeld geopfert werden.
Überall liest man von «Rückschlag» und «Niederlage» für Deutschland, weil es keinen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekommen hat.
Amerikas grösste Schwäche
Eine iranische Drohne kostet dreissig- bis vierzigtausend Dollar, eine amerikanische Patriot-Rakete drei bis vier Millionen. Die USA unter Präsident Donald Trump haben im März-Krieg gegen Iran dessen Drohnen mit hundertmal teureren Raketen abgeschossen, bevor sie einen Waffenstillstand ausriefen und jetzt nach einem Deal streben, der kaum besser sein wird als der alte JCPOA.
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg finden sich zweierlei Arten von Autokratien: Die moderaten heutigen wie Vietnam oder Thailand oder Bahrain, in denen es sich recht kommod leben lässt. Und es gibt die Folterkammern, von denen einige in der Vergangenheit zu trauriger Berühmtheit gelangten: Das Regime von Idi Amin in Uganda etwa. Oder das von François Duvalier in Haiti. Oder das von Ernesto Pinochet in Chile.
Galgenstrick am Revers
Keine Frage, Israel ist in einer schwierigen Situation. Schon im vergangenen Jahr hatte es an sieben Fronten um sein Überleben zu kämpfen und natürlich hat es das Recht, moralisch und auch rechtlich, seine Feinde, die es auslöschen wollen und Angriffe auf Leib und Leben seiner Bürger unternehmen oder solche Angriffe planen, zu eliminieren, wenn es keinen anderen Weg gibt, ihnen Grenzen zu setzen.
