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Frankreich

Französisch in Paris

Der CDU-Politiker und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Jens Spahn, regt sich im Interview mit der „Osnabrücker Zeitung“ darüber auf, dass in manchen Lokalen Berlins die Bedienung kein Deutsch, nur Englisch spreche, und fügt hinzu: „Auf so eine Schnapsidee käme in Paris sicher niemand.“

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Universitäten

Prof. Nachwuchswissenschaftler

In den Medien kommen gelegentlich Wissenschaftler zu Wort oder ist von Wissenschaftlern die Rede, die an einer Universität tätig sind. Da Journalisten Fachleute bevorzugen, die ein „Prof. Dr.“ vor dem Namen haben und idealerweise auch noch Leiterin oder Leiter eines Instituts sind, fällt dann nicht weiter auf, worin die Qualifikation dieser Wissenschaftler eigentlich besteht.

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Ideengeschichte

Europa, das Mittelmeer und der Islam

Es herrscht viel Verwirrung um die Begriffe Europa und Abendland, letzterer wird gerne von Rechtskonservativen als Kampfbegriff gegen den Islam verwendet. Beide Begriffe sind jedoch vielschichtig und unterliegen dem Wandel der Zeit, was wenig reflektiert wird und das gilt nicht zuletzt für den Begriff „Europa‟. Ein populäres Missverständnis besteht gerade darin, die Idee Europa mit dem Kontinent gleichzusetzen, die eben alles andere als deckungsgleich sind.

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Rezension

Finis Germania in Tränen

Es gibt Bücher, da fragt man sich, womit sie diese Aufmerksamkeit verdient haben. Das Buch von Rolf Peter Sieferle, aus dem Nachlass erschienen, ist so ein Fall und der Antisemitismus-Vorwurf, der von verschiedener Seite erhoben wurde, verdeckt die Tatsache, dass es sich auch sonst um ein intellektuell äusserst dürftiges Traktat handelt, das um das Erbe der deutschen Geschichte besorgt ist.

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Ideengeschichte

Über die Furcht vieler Intellektueller vor Markt und Globalisierung

Wohl schon immer gab es eine Neigung nicht nur deutscher Schriftsteller, Armut als Schicksal zu akzeptieren. Wie der Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer schreibt, ging Dichtung gerne auf Distanz zu Kommerz und Politik und setzte Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit gegen Rhetorik und verfeinerte Kunst. Auch Philosophen wie Hegel bliesen ins Horn des Antiliberalismus und zur Mitte des 19. Jahrhunderts war es der Soziologe Werner Sombart, der den Geist der Freiheit und des Liberalismus als „Macht des Teufels‟ schmähte.

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✒️ Scharfe Schoten – die Glosse

Integration im Endstadium

Wie man endgültig Deutscher wird.

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Naher Osten

Ein Treffen in Jerusalem

Hätten die Briten den Mufti von Jerusalem vor achtzig Jahren auf die Seychellen deportiert, sähe die Welt heute anders aus, denn dann wäre der unter Führung des Muftis aufkeimende islamistische Terror nie zu einem globalen Phänomen geworden. Das ist eine starke These, die der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel da aufstellt – und überaus fragwürdig. Beim Aufstieg des islamistischen Terrors sind noch andere Faktoren im Spiel, die zum Teil weit in die Geschichte zurückreichen, zum Teil jüngeren Datums sind.

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Islam

Vom Dschihad zum Dschihadismus

Dschihadistische Gewalt steht im Dienste einer islamischen Ordnung. Diese Ordnung hat Voraussetzungen und ist eingebettet in eine Weltsicht, die in Begriffe wie Umma, Scharia, Kalifat, Dschihad etc. eingefasst ist. Diese und weitere Begriffe haben eine Geschichte wie auch die Gewalt im Namen des Islam eine Geschichte hat.

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Naher Osten

Nach dem Kalifat

Im Irak ist der das sog. Kalifat des Abu Bakr al-Baghdadi auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet, seitdem die irakische Armee Mosul zurückerobert hat. Auch Raqqa, die faktische Hauptstadt des Kalifats, wird fallen und eine unfassbar grausame Terrorbande, die nur dank der Uneinigkeit ihrer Feinde so lang hat existieren können, wird zertreten werden wie eine ausgerauchte Zigarette.

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Extremismus

Vom Rechtsstaat zu Rechtszonen

Eigentlich treten Linke dafür ein, dass die reichen Länder sich nicht abschotten, dass keine Festung Europa entsteht und Afrika nicht am Katzentisch sitzt, wenn die reichen Länder über die Rahmenbedingungen ihres Wohlstandes konferieren. Andererseits treten Linke dafür ein, dass die reichen Länder keine Arbeitsplätze in ärmere Länder exportieren, dass Europa möglichst nicht beim Billigheimer in Afrika oder Asien produzieren solle, lieber Protektionismus betreiben und heisige Arbeitsplätze sichern möge.

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