Zum jährlichen Qods-Tag hat der iranische Präsident Ahmadinejad eine Rede gehalten, die ich im folgenden auszugsweise dokumentiere, und zwar in deutscher Übersetzung auf Grundlage der persischsprachigen Paraphrase der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.[1]
Schlagwort: Sicherheit
Warten auf die Bombe
Von Chaim Noll [aus dem Jahr 2009]
Wer im Mittleren Osten lebt, spürt fast körperlich, im Alltagsleben, in der alltäglichen Stimmung, einen weltpolitischen Paradigmenwechsel. Die neue dominierende Macht der Region, in deren Schatten wir alle leben, ist der Iran. Wörtlich: Land der Arier. In der selbstgewählten Bezeichnung des dort seit 1979 herrschenden Regimes radikaler Kleriker: Islamische Republik Iran. Dieses vom grausamen Gesetz der Sharia regierte, nach westlichen Maßstäben unterentwickelte, zum größten Teil aus Wüste bestehende Land entscheidet über unser aller Zukunft.
Das Gute im Menschen
Der Glaube an das Gute im Menschen ist manchmal nicht leicht zu erschüttern. Islamisten müssen daher immer wieder zum Dementi greifen, wenn westliche Kommentatoren nahöstlicher Geschehnisse allzu hartnäckig ein versöhnliches Bild von ihnen zeichnen.
Netanjahu als Mann der Mitte
Von Ari Shavit
Benjamin Netanjahu hat zweimal Geschichte gemacht. Das eine Mal, als er sich in der Bar-Ilan-Rede die Zwei-Staaten-Lösung zu eigen machte, das andere Mal als er vor einer Woche die Einfrierung der Bautätigkeiten in den Siedlungen beschloss. Die Palästinenser lehnen seien Schritte ab. Die Europäer behaupten, sie seien nicht genug. Die Zweifler zweifeln, die Zyniker sind zynisch. Aber die Wahrheit ist, dass Netanjahu sich 2009 an der Linken des Yitzhak Rabin von 1995 positioniert hat.
Saddams langer Schatten
Saddam Hussein, so die arabische Nachrichtenseite “Elaph”, soll nach Berichten des tschechischen Geheimdienstes im Jahr 2000 einen Anschlag auf den amerikanischen “Sender Freies Europa” geplant haben, der seinen Sitz in Prag hat. Für die Operation gegen den Sender, der gegen die Baath-Herrschaft Programm machte, soll der damalige Diktator eine grosse Summe bereitgestellt haben.
Nachdem die Verschwörungstheorien über die abgesetzte “Anne Will”-Sendung ins Kraut geschossen waren, hat das deutsche Fernsehen mit “Hart aber fair” nun doch noch seine Diskussionsrunde zum Krieg in Gaza bekommen. Und nicht nur das: Drei der fünf Diskutanten bezogen eine drastisch israelkritische Position. Was nun, Herr Massarrat?
Doch weniger Tote in Gaza?
Lorenzo Cremonesi, Korrespondent des italienischen “Corriere della sera” ist durch die Krankenhäuser des Gazastreifen gezogen, hat Interviews geführt und nachgezählt: Mehr als 600 Tote soll die Operation “Gegossenes Blei” nicht gekostet haben – auch wenn natürlich jeder Toter einer zuviel ist.
Ob das, was unter dem Etikett Israel-Kritik firmiert, antisemitisch ist, sei einmal dahingestellt. Auffällig ist aber, wie wenig sich die Generalkritiker Israels von Fakten beirren lassen oder auch nur bereit sind, in irgendeiner Weise auf sie einzugehen. Denn 2005 ist etwas eingetreten, was viele schon nicht mehr für möglich gehalten haben.
Eine besondere Mission hat der Volker Perthes vom Berliner SWP. Der Westen solle endlich den Mut finden, einen Dialog mit den Islamisten zu führen, fordert er. Mit gemässigten Islamisten, natürlich. Und man scheint ihn erhört zu haben:
Vernichtung Israels: Prinzip der Revolution
Unerschöpflich ist die Interpretationsgabe westlicher Nahosterklärer, die von Vertretern der Islamischen Republik zuweilen in unverblümter Rede vorgetragenen Wünsche einer Vernichtung des jüdischen Staates mit einer solchen Hingabe schönzureden und umzuinterpretieren, dass man fast Mitleid mit dem Regime in Teheran bekommen möchte. Es ist zwar leicht, ein böser Bube zu sein, aber manchmal eben schwer, sich einen entsprechend schlechten Ruf einzuhandeln.
