Eine besondere Mission hat der Volker Perthes vom Berliner SWP. Der Westen solle endlich den Mut finden, einen Dialog mit den Islamisten zu führen, fordert er. Mit gemässigten Islamisten, natürlich. Und man scheint ihn erhört zu haben:
Schlagwort: Sicherheit
Vernichtung Israels: Prinzip der Revolution
Unerschöpflich ist die Interpretationsgabe westlicher Nahosterklärer, die von Vertretern der Islamischen Republik zuweilen in unverblümter Rede vorgetragenen Wünsche einer Vernichtung des jüdischen Staates mit einer solchen Hingabe schönzureden und umzuinterpretieren, dass man fast Mitleid mit dem Regime in Teheran bekommen möchte. Es ist zwar leicht, ein böser Bube zu sein, aber manchmal eben schwer, sich einen entsprechend schlechten Ruf einzuhandeln.
Im Irrgarten der Antiglobalisierer
Neues von der Ikone der Antiglobalisierungsbewegung, Naomi Klein: In einem Beitrag für “The Nation” schlägt sie wieder gedankliche Kapriolen der besonderen Art. Diesmal geht es um die Anschläge von London. Wer jetzt erwartet, dass Frau Klein die tiefere Ursache in der Irak-Kampagne vermutet, wird enttäuscht. So originell ist sie doch, dass sie dem Leser eine ganz besondere Erklärung bietet. Schuld am islamistisch motivierten Terrorismus ist jetzt also der britische, resp. westliche, Rassismus:
“Vom Meer bis zum Fluss…”
Viele haben es nicht geglaubt, die Palästinenser selbst haben es lange nicht für möglich gehalten: Israel, seine Siedler und seine Truppen, haben sich restlos aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Wie es mit dem Friedensprozess, namentlich: mit der Road Map, weitergeht, hängt davon ab, inwieweit der Gaza-Rückzug zu einem Erfolg wird. Pierre Heumann von der Schweizer »Weltwoche« schreibt dazu auf seinem Blog:
Mythen und Fakten über Gaza
In “This Week in Palestine” schreibt Diana Buttu, warum allein Israel vom Rückzug aus dem Gazastreifen profitiert. Einigen ihrer Thesen habe ich die Ausführungen des n-tv-Korrespondenten in Jerusalem, Ulrich W. Sahm, gegenübergestellt, der Buttus Thesen Punkt für Punkt widerlegt:
Israel zieht sich aus dem Gazastreifen zurück und eigentlich, möchte man meinen, müssten jetzt alle zufrieden sein: Die Israelis, weil sie dem Lauf der Demographie ein Schnippchen schlagen; die Palästinenser, weil ihr eigener Staat nun endlich so greifbar scheint wie nie zuvor; Hamas und Islamischer Dschihad, weil sie den Abzug Israels als Sieg verkaufen können; und die linken Dauernörgler in Europa, weil ihnen die Besatzung schon lange als wahre Ursache aller Missstände in der arabisch-islamischen Welt galt.
